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Sein Leben
GANZ ÖSTERREICH TRAUERT UM SINOWATZ
Im Alter von 79 Jahren ist der frühere österreichische Bundeskanzler Fred Sinowatz verstorben. Sinowatz war von 1983 bis 1986 Österreichs Bundeskanzler.
Der frühere österreichische Bundeskanzler und ehemalige SPÖ-Chef Fred Sinowatz starb in seiner Heimatstadt Neufeld an der Leitha. Sinowatz hatte in den vergangenen Jahren unter gesundheitlichen Problemen gelitten, bis er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Über die genaue Todesursache ist nichts bekannt.Sinowatz führte von 1983 bis 1986 als Kanzler eine so genannte Kleine Koalition mit der liberalen FPÖ. Nach der Wahl des wegen seiner Vergangenheit im Nationalsozialismus umstrittenen Kurt Waldheim zum Bundespräsidenten, trat er von seinem Amt zurück. In den vergangenen Jahren hatte sich Sinowatz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Er war ein osterreichischer-SPÖ Politiker und Historiker. Als Bundesminister für Unterricht und Kunst in den Jahren 1971–1983 zeichnete er sich für sozial orientierte Reformen im Bildungssystem verantwortlich. Er ließ zahlreiche neue höhere Schulen in Bezirkshauptstädten bauen, erleichterte den AHS-Zugang, führte unter anderem die Schülerfreifahrt, Gratis-Schulbücher sowie Schul- und Heimbeihilfen ein. Anschließend war er von 1983 bis 1986 österreichischer Bundeskanzler.
Er war ein gebildeter Mann und hat dem österreichischen Volk viel gutes getan. Sinowatz entstammte einer Burgenland-kroatischen Familie. Sein Vater war Maschinenschlosser, die Mutter Fabrikarbeiterin. Da es im Burgenland damals keine öffentlichen weiterführenden Schulen gab, besuchte er nach der Volksschule das Gymnasium in Wiener-Neustadt, nach einem Schulwechsel maturierte er schließlich in Baden. Danach studierte er an der Universität Wien Geschichte, Germanistik und Zeitungswissenschaften.
Er wurde von seinen Amtskollegen immer hoch geschätzt:
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sagte, Sinowatz sei ein großer Österreicher gewesen, der entscheidend am Werdegang Österreichs zu einem modernen Staat mitgewirkt habe. Er habe seinen Parteifreund sowohl als Politiker als auch als Freund sehr geschätzt. "Sein Tod bedeutet eine nicht zu schließende Lücke an Erfahrung, Klugheit und Menschlichkeit." Franz Vranitzky, Sinowatz' direkter Nachfolger im Amts des Bundeskanzlers, lobte ihn als große Persönlichkeit und hochgebildeten Repräsentanten der österreichischen Politik.
Bundespräsident Heinz Fischer sagte, mit dem Tod Sinowatz' verliere Österreich nicht nur einen aufrechten Patrioten und engagierten Staatsmann, sondern auch einen warmherzigen und liebenswürdigen Menschen.
2004 bekam er eine Auszeichnung das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien mit dem Stern.

My Memory
philipp21 (21 August 2008)
Tschüss...
Georg (21 August 2008)